Validität

Validität ist ein zentrales Gütekriterium empirischer Forschung und beschreibt, ob ein Messinstrument tatsächlich das erfasst, was es erfassen soll. Eine Messung ist dann valide, wenn die daraus abgeleiteten Schlussfolgerungen inhaltlich gerechtfertigt sind, also wenn die Interpretation der Werte zum untersuchten Konstrukt passt (zum Beispiel ob ein Fragebogen wirklich „Vertrauen“ misst und nicht nur allgemeine Zufriedenheit oder soziale Erwünschtheit).

In der Methodik wird Validität häufig in verschiedene Aspekte unterteilt, zum Beispiel:

  • Inhaltsvalidität: Decken die Items den relevanten Bedeutungsumfang des Konstrukts ab?
  • Kriteriumsvalidität: Hängen die Messwerte wie erwartet mit einem externen Kriterium zusammen (zum Beispiel Verhalten, objektive Kennzahlen)?
  • Konstruktvalidität: Fügen sich die Ergebnisse in ein theoretisch erwartbares Muster von Zusammenhängen ein (zum Beispiel konvergente und diskriminante Validität)?

  • Wichtig ist: Validität bezieht sich nicht nur auf das Instrument „an sich“, sondern auf die Interpretation der Messwerte in einem konkreten Anwendungs- und Studienkontext.