Van-Westendorp-Methode
Die Van-Westendorp-Methode ist ein Verfahren der Preisforschung, mit dem die akzeptable Preisspanne sowie ein „optimaler“ Preispunkt aus Sicht potenzieller Kundinnen und Kunden ermittelt werden. Grundlage ist eine direkte Befragung, bei der Teilnehmende vier Preisgrenzen für ein Produkt oder eine Dienstleistung angeben, typischerweise entlang der Kategorien „zu günstig“, „günstig“, „teuer“ und „zu teuer“. Aus diesen Angaben werden Verteilungen gebildet und in einem sogenannten Price Sensitivity Meter (PSM) dargestellt. Schnittpunkte der Kurven werden anschließend genutzt, um eine akzeptierte Preisbandbreite und einen Preispunkt mit vergleichsweise geringem Preiswiderstand abzuleiten.
Die Methode wird häufig eingesetzt, wenn man schnell eine erste Orientierung zur Preiswahrnehmung erhalten möchte, etwa bei neuen Angeboten oder zur Überprüfung bestehender Preispunkte. Zu beachten ist, dass die Ergebnisse von Produktverständnis, Befragungsdesign und Stichprobe abhängen und die Methode eher Preisakzeptanz als reale Nachfrage unter Wettbewerb abbildet.