Psychografische Segmentierung

Psychografische Segmentierung ist ein Ansatz der Markt- und Zielgruppenanalyse, bei dem Menschen nicht primär nach soziodemografischen Merkmalen (wie Alter oder Einkommen) gruppiert werden, sondern nach inneren und lebensweltbezogenen Faktoren. Dazu zählen zum Beispiel Werte, Einstellungen, Interessen, Motive, Lebensstil, Persönlichkeit sowie typische Aktivitäten und Meinungen. Ziel ist es, Gruppen zu bilden, die sich in ihren Bedürfnissen und Entscheidungslogiken ähneln, damit Kommunikation, Angebote oder Produkte passender entwickelt und ausgesteuert werden können. In der Praxis wird psychografische Segmentierung häufig mit Befragungsdaten (zum Beispiel zu Wertorientierungen, Prioritäten, Freizeitverhalten oder Kaufmotiven) aufgebaut und mit weiteren Daten kombiniert, etwa demografischen oder verhaltensbezogenen Informationen. So lässt sich nicht nur beschreiben, wer eine Zielgruppe ist, sondern auch besser verstehen, warum sie sich auf bestimmte Weise verhält. Bekannte Umsetzungen sind Milieu- und Lebensweltmodelle, die Lebensziele und Lebensstile berücksichtigen, sowie psychografische Frameworks wie VALS (Values and Lifestyles), das Konsumentengruppen entlang von Motivation und verfügbaren Ressourcen unterscheidet.