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Weihnachten

So feiert Deutschland Weihnachten

Frauen schätzen es an Weihnachten besonders, Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen. Und die Männer? Wir haben die Deutschen gefragt, wie sie die Weihnachtsfeiertage verbringen.

Gesellschaft | auswertung | 24.12.2017

Weihnachten ist das Fest der Geburt Jesu Christi. Heutzutage feiern Christen wie Nicht-Christen das Weihnachtsfest, zumeist als Familienfest. Die Feiertage und die Wochen zuvor gelten als besonders besinnliche und festliche Zeit. Wir haben die Deutschen gefragt, welche Weihnachtsbräuche sie pflegen und was sie an Weihnachten besonders wertschätzen.

Deutsche schätzen Zeit mit Familie und Freunden

Die meiste Wertschätzung (55,2%) schreiben die Deutschen der Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden zu. Auch die Tage ohne Arbeit erfreuen sich bei 14,7 Prozent der Deutschen großer Beliebtheit. Rund jeder Zehnte kann den Weihnachtsfeiertagen hingegen gar nichts abgewinnen.

Männer scheinen dabei deutlich größere Weihnachtsmuffel zu sein als Frauen. Unter ihnen geben 14,2 Prozent an, „nichts“ an den Weihnachtsfeiertagen zu schätzen, bei den Frauen sind es 6,7 Prozent. Unter den deutschen Frauen steht dafür die Zeit mit Familie und Freunden höher im Kurs (60,1%) als unter den deutschen Männern (51,4%).

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Des Deutschen liebstes Weihnachtsmahl: Kartoffelsalat und Würstchen

An Heiligabend isst die Mehrzahl der Deutschen (27,9%) ganz traditionell Kartoffelsalat und Würstchen. Im Osten des Landes wird dieses Gericht sogar von 50,5 Prozent der Menschen bevorzugt und damit mehr als doppelt so oft an Heiligabend gegessen als in Westdeutschland (22,1%). Dort wird am heiligen Abend ein Fleischgericht bevorzugt (22,8%), während sich dafür unter den Ostdeutschen nur 13,5 Prozent erwärmen können.

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Gehört der weihnachtliche Kirchgang noch dazu?

Mehr als die Hälfte der Deutschen (56,4%) geht an Weihnachten nicht in die Kirche. Für 38,4 Prozent hingegen gehört der Besuch der Kirche an Weihnachten dazu. Nur die Anhänger von CDU/CSU planen mehrheitlich (53,2%), an einem Weihnachtsgottesdienst teilzunehmen. Insbesondere die Anhänger der Linken (74,1%), gefolgt von den Anhängern der SPD (64,3%) und der FDP (57,9%) haben nicht vor, dies zu tun.

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Klassische Lieder immer noch beliebt

Am liebsten (38,6%) singen und hören die Deutschen "Stille Nacht, heilige Nacht". Die klassischen Lieder "Oh du Fröhliche" (11,8%) und "Leise rieselt der Schnee" (11,7%) liefern sich ein Kopf-an-Kopf rennen in der Beliebtheit der Deutschen. Immerhin 13,7 Prozent jedoch können sich mit Weihnachtsliedern generell nicht anfreunden.

Lieder

Weniger kaufen, mehr selbst machen

Fragt man die Deutschen, ob sie dieses Jahr mehr oder weniger verschenken möchten als im Vorjahr, zeigt sich, dass nur 5,8 Prozent planen, mehr Geschenke zu machen. Die Mehrzahl (46,9%) wird genauso viel verschenken wie sie es auch im Vorjahr getan haben. 29,1 Prozent wollen ihre Geschenke reduzieren.

Verschenken

Auch Plätzchen möchten dieses Jahr nur 6,1 Prozent der Deutschen öfter kaufen, als sie es letztes Jahr getan haben. Jeder Dritte (33,5%) plant, das Plätzchenbacken oder -kaufen genauso zu handhaben wie im Vorjahr. 31,3 Prozent haben vor, dieses Jahr mehr selbst zu backen.

Plätzchen

Je jünger desto betrunkener?

Die deutliche Mehrheit der Deutschen (83,1%) geht nicht davon aus, dass sie an einem der Weihnachtsfeiertage betrunken sein wird. Unter den 14,6 Prozent, die glauben, dass sie das ein oder andere Glas zu viel trinken werden finden sich besonders die 18- bis 29-jährigen wieder. Rund jeder Fünfte (22,8%) in dieser Altersklasse geht davon aus, dass er "auf jeden Fall" betrunken sein wird. In Summe teilen die Annahme, an einem der Weihnachtsfeiertage betrunken zu sein, sogar 35,5 Prozent. Mit steigendem Alter glauben immer weniger Deutsche, dass sie an den Festtagen zu viel Alkohol trinken werden.

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In diesem Sinne, Prost und Frohe Weihnachten!

Bei den Umfragen handelt es sich um laufende Befragungen. Ergebnisse im Umfrage-Tool werden in Echtzeit ermittelt und können daher von den hier aufgeführten Ergebnissen abweichen. Die Stichprobengröße der vom 11.12.2017 bis 15.12.2017 durchgeführten Umfragen lag am 15. Dezember jeweils zwischen 4.000 und 5.000 repräsentativ befragten Teilnehmern. Der statistische Fehler für die Gesamtergebnise beträgt 2,5 Prozent.

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