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Aufschwung der SPD nicht von Dauer

Kann er sich halten, der „Schulz-Effekt"? Die Mehrheit der Deutschen denkt, dass es sich nur um einen kurzfristigen Trend handelt. Die SPD-Anhängerschaft und die jüngeren Deutschen sehen das anders.

Politik | auswertung | 06.02.2017

Über die Hälfte der Deutschen (55,8%) glaubt, dass es sich beim aktuellen Aufschwung der SPD unter Martin Schulz nur um einen kurzfristigen Aufschwung handelt. Das zeigt eine unserer Umfragen in Kooperation mit dem Tagesspiegel. Nur 36,9 Prozent der Bevölkerung gehen von einem nachhaltigen Aufschwung aus.

Auswertung - Schaubild: Wie beurteilen Sie den aktuellen Aufschwung der SPD unter Martin Schulz?

Vor allem die SPD-Anhänger_innen zeigen sich zuversichtlich

Dabei glaubt vor allem eine große Mehrheit der SPD-Anhänger_innen (84,3%) an die Nachhaltigkeit des Aufschwungs, nur 10,3 Prozent gehen davon aus, dass er nur kurzfristig sein wird. Bei den Unions-nahen Wähler_innen sieht es genau umgekehrt aus: hier glauben 82,1 Prozent, dass Der Schulz-Effekt nur von kurzer Dauer sein wird. FDP-Anhänger_innen zeigen ähnliche Werte mit 76,7 Prozent für den kurzfristigen Aufschwung. Besonders auffällig sind die Anhänger_innen der AfD: 90 Prozent dieser Gruppe denken, dass der Aufschwung der SPD nur von kurzer Dauer sein wird.

Schaubild - Auswertung nach SPD-Anhängerschaft

Nur die Altersgruppe der 18 bis 29-Jährigen denkt anders

Eine Auswertung nach Altersgruppen ergibt, dass besonders die Menschen zwischen 50 und 64 Jahren (63,7%) davon überzeugt sind, dass es sich um einen kurzfristigen Trend handelt. Ganz anders sieht es bei der jüngsten Altersgruppe aus: bei den Deutschen zwischen 18 und 29 glaubt eine Mehrheit von 50,1 Prozent daran, dass sich der Aufschwung der SPD längerfristig halten wird. Hier gehen nur 42,8 Prozent davon aus, dass der Aufschwung nur von kurzer Dauer sein wird.

Frauen sind stärker von einem kurzfristigen Trend überzeugt

Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen glaubt eine Mehrheit eher an einen kurzfristigen Aufschwung für Schulz – Allerdings fällt das Ergebnis bei den Frauen deutlich entschiedener aus. Hier glauben 59,7 Prozent an einen kurzfristigen Trend (bei den Männern sind es 52,8%), wohingegen nur 32,6 Prozent von einer nachhaltigen Entwicklung ausgehen (40,3% bei den Männern).

Bei der Umfrage nach dem Aufschwung der SPD handelt es sich um eine laufende Befragung. Umfrageergebnisse können je nach zeitlicher Differenz gegenüber denen im Widget schwanken. Zum Stand der Ergebnisermittlung am 07. Februar 2017 wurden 2.516 Teilnehmer_innen berücksichtigt. Der statistische Fehler des Gesamtergebnisses beträgt 2,5 Prozent.


Die SPD profitiert stark von der Kandidatur des früheren EU-Parlamentspräsidenten Martin Schulz. Seit der Bekanntgabe des Kanzlerkandidaten und dem Wechsel in der Parteiführung konnte die SPD im Wahltrend mehrere Prozentpunkte hinzugewinnen. Auch in der Beliebtheit steht der designierte SPD-Kanzlerkandidat der amtierenden Bundeskanzlerin in nichts nach. Die Medien sprechen vom so genannten "Schulz-Effekt". Doch wie nachhaltig ist dieser für die SPD?

In Bezug auf die aktuellen Umfragewerte möchte Civey in Kooperation mit dem Tagesspiegel wissen: Wie ist der Aufschwung der SPD zu bewerten?

Die Umfrage ist eine laufende Befragung. Teilnehmer_innen, die abstimmen, sehen die aktuellsten Ergebnisse im Widget. Civey wertet diese regelmäßig redaktionell aus.


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