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Bundestagswahl

Wer erlitt die größte Niederlage?

Während die kleinen Parteien bei der Bundestagswahl Stimmen gewinnen konnten, mussten sowohl CDU/CSU als auch SPD herbe Verluste hinnehmen. Als größte Verliererin sehen die Wähler die Union.

Politik | auswertung | 29.09.2017

Am 24. September 2017 hat Deutschland seinen 19. Bundestag gewählt. Die traditionell starken Volksparteien schnitten dabei deutlich schlechter ab als bei der letzten Wahl. Die Union verlor mit 8,6 Prozentpunkten am meisten. Die SPD verlor zwar nur 5,2 Prozentpunkte, kommt aber mit 20,5 Prozent der Stimmen auf ihr historisch schlechtestes Ergebnis. Civey hat daher gefragt, wen die Deutschen als den größten Verlierer der Bundestagswahl sehen.

Das Ergebnis: Die Hälfte der Deutschen (50,7%) ist der Ansicht, dass CDU/CSU als größte Verlierer aus der Bundestagswahl hervorgegangen sind. 43 Prozent hingegen meinen, dass die SPD die größte Niederlage erlitten hat.

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Vor allem AfD-Anhänger sehen die Union als größte Verliererin der Bundestagswahl

Eine Auswertung nach Parteianhängerschaft zeigt: Besonders AfD-Anhänger sehen die Union als die Partei mit dem größten Misserfolg. 65,3 Prozent haben hier die Union als größte Verliererin der Bundestagwahl ausgewählt. Unter den SPD-Anhängern entschieden sich 63,3 Prozent für die Union. Auch eine Mehrheit der Linken-Anhänger (48,9%) sehen CDU/CSU als die größten Verlierer.

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Bei den Unionsanhängern selbst hingegen denkt eine Mehrheit von 61,3 Prozent, dass die SPD die größte Schlappe einstecken musste. Auch bei den Anhängern der Grünen und der FDP glaubt jeweils mehr als die Hälfte, dass die Sozialdemokraten eine größere Niederlage hinnehmen mussten als die Union.

Jüngere Wähler halten die SPD für die Verlierer-Partei

Betrachtet man die verschiedenen Altersgruppen, ergibt sich ein anderes Bild: Je jünger die Deutschen, desto eher sehen sie die SPD als die größte Verliererin der Bundestagswahl. Je älter, desto mehr tendieren sie hingegen zur Union. So hält rund die Hälfte der 18- bis 39-Jährigen die SPD für die Partei, die bei der Wahl die größte Niederlage eingefahren hat. Demgegenüber halten Deutsche ab 50 mehrheitlich die Union für die größte Verliererin (über 55% der Stimmen). Die 40- bis 49-Jährigen sind gespaltener Meinung.

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Bei der Umfrage handelt es sich um eine laufende Befragung. Ergebnisse im Umfragefeld werden in Echtzeit ermittelt und können daher von den hier aufgeführten Ergebnissen abweichen. Diese beziehen sich auf den Zeitraum vom 26. bis 27. September 2017. Die Stichprobengröße am 27. September liegt bei 5.026 repräsentativ befragten Teilnehmern. Der statistische Fehler für das Gesamtergebnis beträgt 2,5 Prozent.


CDU/CSU und SPD sind seit Gründung der Bundesrepublik die stärksten Parteien im deutschen Bundestag. Vor vier Jahren haben sich noch gut zwei Drittel der Deutschen für eine der beiden Volksparteien entschieden – am 24. September 2017 waren es nur noch 53,5 Prozent.

Die Union verlor im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 8,6 Prozentpunkte. Die SPD verlor 5,2 Prozentpunkte und kommt mit 20,5 Prozent der Stimmen auf ihr historisch schlechtestes Ergebnis.

Civey möchte daher von Ihnen wissen: Welche Partei geht in Ihren Augen als die größte Verliererin aus der Wahl hervor?

Die Umfrage ist eine laufende Befragung. Registrierte Teilnehmer, die abstimmen, sehen die repräsentativen Ergebnisse im Umfragfeld. Civey wertet diese redaktionell aus.


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