Civey fragt, wie Deutschland tickt

Einfach die Seele baumeln lassen

Wenn die Internationale Tourismusbörse (ITB) in Berlin öffnet, werden Urlaubsträume geweckt. Wie sich die Deutschen ihren idealen Urlaub vorstellen und wie oft sie am liebsten einfach mal die Seele baumeln lassen würden, hat Civey bereits im Vorfeld erfragt.

Die Deutschen zieht es mehrheitlich ins Ausland, wenn die schönste Zeit des Jahres anbricht. 38,2 Prozent der Befragten wollen dann ein anderes Land sehen – oder zumindest einen Teil davon. Weitere 15,1 Prozent wollen in den kommenden zwölf Monaten sowohl jenseits als auch diesseits der Grenzen ihre Ferienzeit verbringen. Nur noch jeder Fünfte (19,7%) will dagegen im eigenen Land Urlaub machen. Und ein weiteres Fünftel (19,5%) will oder wird keinen Urlaub in den kommenden zwölf Monaten machen.

Wenn Civey nicht nach dem Urlaubsort, sondern nach der geplanten Anzahl von Urlaubsreisen in den kommenden zwölf Monaten fragt, wollen 22,3 Prozent der Befragten einmal pro Jahr verreisen. Die relative Mehrheit (27,3%) aber, gönnt sich zweimal pro Jahr eine Auszeit vom Alltag. Und 23 Prozent wollen sogar dreimal oder öfter in die Ferien fahren.

Am liebsten zu Zweit

Es kommt nicht nur darauf an, wo die Deutschen ihren Urlaub verbringen wollen, sondern vor allem, mit wem. „Mit dem Partner / der Partnerin“ (oder Diversen) antworteten die weitaus meisten: 44,5 Prozent. Im weiteren Kreis der Familie verreist jeder Dritte (34%). Gar nicht familiär geht es lediglich bei einem Fünftel der deutschen Urlauber zu: 9,7 Prozent reisen mit Freunden oder Bekannten, weitere 8 Prozent lieber (oder notgedrungen) allein.

Dabei geht es vor allem darum, die Seele baumeln zu lassen. 29 Prozent sehen sich nach Erholung und dem Nichtstun. Dabei sagt jeder Sechste (17 %) explizit: ein „Strandurlaub“ muss es sein! „Aktivurlaub“ ist für ein weiteres Sechstel (15,6%) die Freizeitbeschäftigung der Wahl. „Rundreisen“ (14,7%), „Städtereisen“ (10,6%) oder „eine andere Urlaubsreise“ (9,7%) sind weitere Nennungen.

Im Winter lieber daheim

Bei so viel Diversität in der Urlaubsgestaltung ist es kein Wunder, dass den Deutschen ein Urlaubstrip pro Jahr nicht reicht. Dabei ist die frühere Fixierung auf die Sommerferien inzwischen einer unabhängigeren Urlaubsstaffelung gewichen. Zwar ist für die meisten (37,6%) der „Sommer“ immer noch die bevorzugte Jahreszeit, doch gut ein Drittel der Bevölkerung (39,7%) wählt mittlerweile die Vor- und Nachsaison („Herbst“ 23,1% - „Frühling“ 16,6%). Der „Winter“ ist nur für 8 Prozent der Befragten ideal – entweder, um ihm zu entfliehen oder um geradewegs hinein in den Schnee zu fahren.

Die Vor- und Nachsaisons schonen das Budget – und daran ist den Deutschen gelegen: Jeder Vierte (28,7%) will nicht mehr als 1000 Euro pro Person ausgeben. Einen Luxusurlaub mit „mehr als 2000 Euro“ Urlaubsbudget pro Reisendem wollen oder können sich nur 13,2 Prozent leisten. Ein Budget „zwischen 1000 und 1500 Euro“ ist für 16,6 Prozent im Plan.

Drei Wochen sind ideal

Ärzte empfehlen, durchaus einen längeren Urlaub einzuplanen, um so erst Abstand vom Alltag und dann Zeit zur Regeneration zu haben. Das sieht auch die Mehrheit der Urlauber so: „zwei bis drei Wochen“ sagen 43,6 Prozent, „drei bis vier Wochen“ weitere 14,9 Prozent (insgesamt 58,5%). Für mehr (5,9%) oder weniger (4,3%) Urlaubszeit spricht sich nur eine Minderheit aus.

Ein umfangreiches Meinungs- und Verhaltensbild der Bundesbürger zum Thema Urlaub und Reisen finden Sie außerdem in unserem Civey PRO Tourismusreport „Einmal um die Welt".

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