Civey weiß, wie Deutschland tickt

Civey Jahresrückblick 2018

Stündlich antworten mehrere zehntausend Menschen auf Civey Fragen. Mehr als 2.500 parallel veröffentlichte Umfrageergebnisse zu aktuellen Themen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und mehr sorgen dafür, dass jeder erfährt, was Deutschland denkt. In unserem Jahresrückblick fassen wir zusammen, welche Umfragen das Civey Panel im Jahr 2018 besonders bewegt haben.

Nichts scheint die Deutschen mehr mitzunehmen als Fußball – das gilt insbesondere für die turbulenten Wochen während und nach der Fußball-Weltmeisterschaft, die mit hohen Erwartungen, gefolgt von einer tiefen Enttäuschung, begannen. Am Ende schien sich alles auf zwei Namen zu konzentrieren: Mesut Özil und das Foto mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Als dann auch seine sportlichen Leistungen hinter seinen Möglichkeiten zurückblieben, wurden die Vorwürfe überlaut. Civey stellte die Frage: „Wurde Mesut Özil Ihrer Meinung nach vom DFB zu Unrecht zum Sündenbock für das deutsche WM-Aus gemacht?“.

Özil als Sündenbock der Nation?

Keine Umfrage erzielte im Juli innerhalb von 48 Stunden so viele Stimmen wie die Sündenfrage - 31 mal mehr Antworten als bei anderen Umfragen gingen bei Civey ein. 47,8 Prozent der Deutschen fanden, dass Özil zu Unrecht zum Sündenbock für das deutsche WM-Aus gemacht wurde. 41,7 Prozent bewerteten jedoch die Schuldzuweisung vom DFB als richtig.

Auch vorher schon hatte Mesut Özil die Gemüter bewegt. Unmittelbar, nachdem das Foto mit dem türkischen Präsidenten erschienen war, sagten die Deutschen im Mai 2018 ihre Meinung zu diesem Thema. Auf die Frage, als wie fair die Kritik an Mesut Özil in den deutschen Medien empfunden wurde, antworteten 59,5 Prozent der Deutschen, dass Özil „fair” behandelt wurde, während 28,9 Prozent die Haltung von den Medien gegenüber Özil als „unfair” beurteilten.

Auch andere Themen rund um die Weltmeisterschaft beschäftigten die Deutschen in besonders hohem Maße. Ob Sandro Wagner bei der WM fehlen wird, ob das Vertrauen in den Bundestrainer Joachim Löw noch besteht, ob DFB-Präsident Grindel nach dem WM-Aus und dem Streit um Özil zurücktreten sollte – all diese Fragestellungen erzeugten eine sehr große Resonanz in den Sommermonaten.

Dauerbrenner Parteienstreit

Neben dem Fußball waren es zwei Themenschwerpunkte, zu denen die Deutschen besonders intensiv ihre Meinung kommuniziert haben: der Zustand der Großen Koalition und die parteiinternen Auseinandersetzungen in den beiden Unionsparteien. Civey stellte direkt nach der Entscheidung um den CDU-Parteivorsitz Anfang Dezember 2018 die Frage: „Denken Sie, dass die Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer zur CDU-Chefin den Zusammenhalt in der CDU eher stärken oder eher schwächen wird?“. 31,2 Prozent der Deutschen sind der Meinung, dass Annegret Kramp-Karrenbauer die CDU „stärken” wird. Die Mehrheit der Deutschen (40,9%) denkt jedoch, dass die neue Parteivorsitzende die Union „schwächen” wird.

Aber das ganze Jahr hindurch erregte der Streit zwischen CDU und CSU einerseits und die Frage der Merkel-Nachfolge im Parteivorsitz andererseits die Gemüter: „Welchem der bisher bestätigten Kandidaten für den CDU-Parteivorsitz trauen Sie am ehesten zu, die Wahlergebnisse der CDU zu verbessern?“ und „Welche/r Politiker/in sollte am ehesten in der Nachfolge Angela Merkels CDU-Vorsitzende/r werden?“ überstiegen die durchschnittlichen Antwortzahlen in den Monaten Oktober und November um das Zwölffache. Diese Attraktivität als Dauerbrenner hatte über das Jahr hinweg nur noch der Zustand der Großen Koalition. Angefangen von der Bewertung zu den Sondierungen über den tatsächlichen Koalitionsvertrag bis zum Streit zwischen der Bundeskanzlerin und ihrem Innenminister rund um die Asylfrage gewannen die Umfragen zur Großen Koalition innerhalb kürzester Zeit überdurchschnittliche Abstimmwerte.

Es wird Zeit

Nach Özil und Kramp-Karrenbauer gab es bereits im März einen weiteren „Aufreger“ in der Bundesrepublik. Die Frage „Sollte es im Frühling und Herbst Zeitumstellungen geben oder sollte entweder die Sommer- oder Winterzeit durchgängig gelten?“ erzeugte unter allen im März gestellten Fragen die größte Umfragebeteiligung. Das Thema Zeitumstellung wird die Deutschen auch weiterhin beschäftigen – vermutlich, bis die Sommerzeit zur Dauerzeit erhoben wird. So jedenfalls lautet der Wunsch der meisten Deutschen – 40,2 Prozent wollen die „durchgängige Sommerzeit”.

Seit dem Start im Sommer 2016 hat Civey mehr als 290 Millionen Antworten gesammelt und ausgewertet. Mehrere tausend Fragen wurden seitdem gestellt und viele weitere spannende Umfragen folgen im neuen Jahr 2019!

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