Civey weiß, wie Deutschland tickt

2019 bleibt alles anders

Prost Neujahr! Das alte Jahr wurde gewohnheitsmäßig mit Böllern und Krachern verjagt – und mit ihm all die bösen Geister aus der Zeit „zwischen den Jahren“. Dabei wurden durchaus neue „böse Geister“ heraufbeschworen: 16 Prozent der gesamten Feinstaubemissionen über Deutschlands Städten sollen in der Nacht zum Jahreswechsel durch Feuerwerk entstanden sein. Grund genug, über ein Verbot für privates Feuerwerk und neue Vorsätze nachzudenken…

Die Frage, ob „Feuerwerk und Böller an Silvester verboten werden“ sollten, spaltet die Republik. Während neun Prozent der Befragten zu diesem Thema keine Meinung entwickeln, sind die übrigen 91 Prozent ziemlich genau verteilt: 46,7 Prozent würden die Silvesterknallerei gerne abgeschafft sehen, 44,4 Prozent halten ein Verzicht auf ein Verbot für richtiger.

Eindeutiger wird die Haltung, wenn die Verbotsfrage auf die deutschen Innenstädte reduziert wird. 60,7 Prozent der Panel-Teilnehmer sind dann der Meinung, dass „das Zünden von Feuerwerk an Silvester in deutschen Innenstädten verboten werden“ sollte. Nur noch 31 Prozent lehnen das ab. Dabei ist bemerkenswert, dass das Verbot nicht nur für „die anderen“ gelten soll. 78,6 Prozent hatten vor dem Jahreswechsel angegeben, dass sie selbst nicht vorhaben, „an Silvester Feuerwerkskörper zu zünden”. Knapp zwei Drittel (63,5%) wollten dies sogar „auf keinen Fall“ tun. Lediglich eine Minderheit von 18,1 Prozent hatte sich vorgenommen, das Jahr mit Krachern und Böllern zu vertreiben.

Kaum Vorsätze für 2019

Silvester-Feuerwerk steht also auf der Streichliste. Welche Vorsätze sind sonst noch relevant? Was genau sich die Deutschen für 2019 auf die ToDo- beziehungsweise ToBe-Liste setzen, bleibt natürlich weitgehend geheim. Bei einer von Civey vorgegebenen Vorschlagsliste antwortete jeder Fünfte geheimnisvoll „etwas anderes“. Favorit der sechs Vorschläge war mit 23,5 Prozent der Nennungen „mehr Sport treiben“. Es folgen mit weitem Abstand: „gesünder ernähren“ (15%), „mehr Zeit mit der Familie verbringen“ (7,4%), „weniger Zeit online verbringen“ (6,5%), „aufhören zu rauchen“ (4,5%) und schließlich „weniger Alkohol trinken“ (3,9%). Es sind allerdings lediglich 28,9 Prozent, die mit guten Vorsätzen die nächsten zwölf Monate angehen. Eine satte Zwei-Drittel-Mehrheit lebt eher nach dem Motto „weiter so“.

Gemischte Gefühle

Dass die Deutschen vom Pläneschmieden Abschied zu nehmen scheinen, mag mit den Erfahrungen des zurückliegenden Jahres zu tun haben. Insgesamt schauen die Deutschen aber positiv ins neue Jahr: Optimistisch sind 53,8 Prozent, während 25,7 Prozent keine Verbesserung erwarten. Jeder Fünfte (20,5%) blickt dem neuen Jahr neutral entgegen.

In der Rückschau der Deutschen scheint das Negative zu überwiegen. 60,4 Prozent der Befragten glauben beispielsweise, dass „die Armut in Deutschland in den letzten zwei Jahren zugenommen hat“. Weitere 21,9 Prozent meinen, sie sei gleich geblieben. Die Stimmung ist nicht gerade rosig zum Jahreswechsel…

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