Fahrradnation Deutschland

Umweltfreundlich, kostengünstig oder gut für die Figur? Die Deutschen fahren Fahrrad vor allem aus einem Grund

Deutschland liegt auf Platz drei der weltweit führenden Fahrradnationen: Ob Rennrad, Mountain- oder City Bike, drei Viertel der Bundesbürger besitzen einen Drahtesel - noch mehr sind es nur in den Niederlanden und in Dänemark.

Wir von Civey wollten von den Deutschen wissen: Wie oft fahren sie mit dem Fahrrad? Was sehen sie dabei als größten Vorteil? Und kann es dem Auto auf kurzen Strecken Konkurrenz machen?

Vier von zehn Deutschen fahren regelmäßig Fahrrad

42,9 Prozent der Bundesbürger fahren mindestens ein paar Mal pro Monat mit dem Rad. 13,7 Prozent nutzen das Fahrrad sogar „mehrmals in der Woche“ und 15 Prozent „täglich oder fast täglich”.

Gleichzeitig geben aber auch 27,2 Prozent an, überhaupt nicht Fahrrad zu fahren und 19,8 Prozent fahren „seltener” als mehrmals im Jahr mit dem Rad.

Wenig überraschend: Vor allem jüngere Bundesbürger greifen häufiger auf das Fahrrad als Fortbewegungsmittel zurück. 55,4 Prozent der 18- bis 29-Jährigen sind regelmäßig (mindestens „mehrmals im Monat”) mit dem Fahrrad unterwegs, jeder Fünfte (20,3%) sogar „täglich oder fast täglich“. Bei den Deutschen über 65 Jahre steigen nur noch 35,9 Prozent regelmäßig auf den Fahrradsattel. 37,5 Prozent fahren hingegen „nie” mit dem Rad.

„Körperliche Bewegung” ist Hauptgrund für Fortbewegung mit dem Rad

Mit Abstand den größten Vorteil des Fahrradfahrens sehen die Deutschen in der „körperlichen Bewegung” (57,9%). Nur 10,5 Prozent fahren vor allem mit dem Rad, weil es “umweltfreundlich” ist. Für fünf Prozent ist die Vermeidung der Parkplatzsuche das wichtigste Argument für das Fahrrad. Die Möglichkeiten, Geld zu sparen oder „schnell am Ziel” zu sein geben sogar noch weniger als größten Vorteil an. Jeder Zehnte (10,7%) sieht hingegen gar „keinen Vorteil” im Fahrradfahren.

Die „körperliche Bewegung“ ist dabei für alle Altersgruppen der wichtigste Grund fürs Fahrradfahren. Das gilt allerdings umso mehr, je älter die Befragten sind. Jeweils über 60 Prozent der Altersgruppen ab 40 Jahren nennen den Fitness-Aspekt als größten Vorteil. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es zum Vergleich nur 40,3 Prozent. Hier sieht ein größerer Prozentsatz auch Umweltfreundlichkeit (14,3%) und Kostenersparnis (12%) als Hauptargumente für das Fahrrad.

Auto trotzdem beliebter als Fahrrad

„Körperliche Bewegung“ ist allerdings für eine Mehrheit der Deutschen kein Argument, um vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen. 51,5 Prozent der Bundesbürger legen Strecken bis zehn Kilometer am liebsten mit dem „Auto” zurück. Nur 22 Prozent nutzen für kurze Strecken am liebsten das Rad. 13,6 Prozent bevorzugen stattdessen den „Öffentlichen Nahverkehr”.

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