Zeitumstellung

Wollen die Deutschen weiterhin alle sechs Monate am Zeiger drehen?

Am kommenden Wochenende endet in den EU-Mitgliedstaaten und weiteren Nachbarstaaten wieder die Sommerzeit, die Uhren werden umgestellt. Die Zeitumstellung, wie wir sie heute kennen, gilt in dieser Form seit 1980 in Deutschland. Seit dem Jahr 2000 regelt eine EU-Verordnung die europäische Sommerzeit.

Die EU-Kommission hatte im September einen Vorschlag zur Abschaffung der jahreszeitlichen Zeitumstellung vorgelegt. Grundlage war eine europaweite Umfrage, an der sich über 4,5 Millionen EU-Bürger beteiligt hatten und nach der sich eine deutliche Mehrheit für die Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen hatte.

Wir von Civey wollten herausfinden, wie die Deutschen zu einer Abschaffung der Zeitumstellung stehen. Dazu haben wir mehr als 200.000 Bundesbürger repräsentativ befragt und herausgefunden: die Zeitumstellung ist hierzulande nicht sonderlich beliebt.

Die meisten sehen mehr Vorteile in einer Abschaffung der Zeitumstellung

Für die Mehrheit der Deutschen (61%) überwiegen die Vorteile bei einer Abschaffung der Zeitumstellung zweimal im Jahr. Während rund jeder Zehnte (9,5%) keine klare Meinung dazu hat, sehen 29,5 Prozent der Bundesbürger hingegen mehr Nachteile, sollte die Zeitumstellung abgeschafft werden.

Sommerzeit beliebter als Winterzeit

Sollte die Zeitumstellung tatsächlich abgeschafft werden, stellt sich die Frage, welche Zeit durchgängig gelten sollte. Mit 45,6 Prozent spricht sich die Mehrheit der Deutschen für eine „durchgängige Sommerzeit“ aus. 38,3 Prozent dagegen wünschen sich eine „durchgängige Winterzeit“. Die Deutschen sind sich also nicht ganz einig darüber, welche Zeit durchgängig gelten sollte. Gleichzeitig möchte immerhin jeder Achte (13,4%) die Zeitumstellung beibehalten.

Interessant ist, dass das Alter beim Thema Zeitumstellung eine Rolle zu spielen scheint. Unter den 18- bis 29-Jährigen sprechen sich mit 20,6 Prozent deutlich mehr Befragte dafür aus, weiterhin die Uhren umzustellen. Im Vergleich: Unter den über 65-Jährigen sagt dies nur knapp jeder zehnte (9,9%).

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