Civey fragt, wie Deutschland tickt

Geld ist nicht alles

Die Deutschen sind alles in allem zufrieden mit ihrem Arbeitsleben – das gilt für den Arbeitsplatz selbst wie für die Kollegen und Vorgesetzten. Zu den Erwartungen an einen guten Arbeitsplatz zählen weniger hohe Löhne und Einkommen als vielmehr angenehme Umgebung und Flexibilität.

Die Arbeit (und nicht Fußball) ist die wichtigste Nebensache der Welt! Für zwei Drittel (64,6%) der Befragten ist ihre Arbeit oder ihr Beruf „wichtig“. Für erstaunliche 19 Prozent ist der Broterwerb allerdings „unwichtig“. „Arbeit“ und „Berufung“ ist es übrigens auch, wenn man zuhause bleibt, die Kinder betreut und den Haushalt erledigt!

Work/Life-Balance gelingt

„Wichtig“ bedeutet nicht zwangsläufig „zufrieden“. Doch ebenfalls zwei Drittel der Befragten (66,7%) bestätigen genau das: sie sind „sehr zufrieden“ (24,4%) beziehungsweise „eher zufrieden“ (42,3%) mit ihrer beruflichen Situation. Auch die Unzufriedenen stellen wiederum etwa ein Fünftel: 21,9 Prozent sind „weniger zufrieden“ (13,2%) oder sogar „gar nicht zufrieden“ (8,7%).

Und erneut ist die deutliche Mehrheit (59,0%) der Befragten der Meinung, dass „es ihnen im Moment gut gelingt, Arbeit und Privatleben miteinander in Einklang zu bringen“. Ein Viertel (25,4%) bringt beides jedoch „schlecht“ unter einen Hut. „Unentschieden“ sind bei dieser Frage überraschend viele: 15,6 Prozent.

Weiche Faktoren überwiegen

Fragt man nach den Kriterien einer guten Stelle, zeigt sich, dass die sogenannten „weichen Faktoren“ inzwischen überwiegen. Auf die Frage, „Was ist für Sie der wichtigste Aspekt einer guten Arbeitsstelle?“, antwortete knapp ein Viertel (23,6%), dass dies der „sichere Arbeitsplatz“ sei. Die „abwechslungsreiche Tätigkeit“ wählten 19,0 Prozent, während weitere 16,1 Prozent die „angenehmen Kollegen“ als entscheidenden Faktor einstuften. Die „persönliche Entwicklung“ (12,4%) rangiert noch vor dem „hohen Gehalt“ (10,7%) und der „Anerkennung durch Vorgesetzte“ (8,5%).

Flexibilität entscheidend

„Abwechslungsreiche Tätigkeit“ steht also hoch im Kurs. Entscheidend für die Flexibilität am Arbeitsplatz ist aber auch die Gestaltung der Arbeitszeit. 54,8 Prozent der Befragten finden, dass sie „ihre Arbeitszeit stark selbst gestalten können“. Für 36,2 Prozent der Befragten ist das nicht der Fall.

Deshalb gewinnt der Wunsch nach Heimarbeitszeit immer mehr an Bedeutungs – auch angefacht durch die aktuelle politische Diskussion um das Recht auf Home Office. In der Tat würde die Mehrheit (52,9 Prozent) gerne häufiger von zuhause arbeiten. Gut jeder Vierte (27,9%) findet seine jetzige persönliche Regelung jedoch ideal und möchte nichts ändern. Nur 8,7 Prozent der Deutschen wollen lieber weniger daheim arbeiten.

Vielleicht liegt der Wunsch, zum festen Arbeitsplatz zurückzukehren, an den „lieben Kollegen“ und der Kommunikation mit ihnen – oder aber am Chef: 59,4 Prozent sind zufrieden mit ihrem Vorgesetzten. Doch Vorsicht: Jeder Vierte (26,2%) ist es nicht!

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