Politischer Stimmungswechsel bei Berlinern

Seit rund anderthalb Jahren ermitteln wir für unseren Medienpartner Tagesspiegel die politische Stimmung in Berlin. Der Berlin-Monitor zeigt, wie die Hauptstädter zur politischen Lage stehen. Der Langzeit-Trend bildet nicht nur einen Ist-Zustand ab, sondern erkundet seit Frühjahr 2017 Veränderungen im Stimmungsbild der Berliner.

Wir stellen den Berlinern regelmäßig die sogenannte Sonntagsfrage für die Abgeordnetenhauswahl. Seit März letzten Jahres steht Rot-Rot-Grün mit Abstand an der Spitze, obwohl die SPD deutlich an Zustimmung verloren hat. So liegt die SPD in Berlin derzeit bei 15,5 Prozent, die Linke bei 18,9 Prozent, während die Grünen mit 22,6 Prozent aktuell die Mehrheit der Stimmen bekommen würden. Bis Oktober lag die Linke noch vorn. Unterschiede gibt es nach wie vor zwischen Ost- und West-Berlin: SPD, CDU und Grüne sind im Westen deutlich beliebter als im Osten. Auch Abweichungen beim Alter, dem Beschäftigungsstatus oder dem genauen Wohnort in der Stadt bildet der Berlin-Monitor ab.

Bei der Frage, wen die Berliner bei einer Direktwahl zum regierenden Bürgermeister wählen würden schneiden die derzeitigen Spitzenkandidaten schlecht ab: Die meisten Berliner (43,6%) würden „jemand anderen“ wählen.

Insgesamt ist die überwiegende Mehrheit (70,7%) der Hauptstädter ganz allgemein „unzufrieden“ mit der Arbeit der rot-rot-grünen Regierung in Berlin. Wenn es nach ihnen geht, sollte die Stadt in den kommenden Jahren vorrangig in Wohnungsbau (38,5%) und Schulen (27,1%) investieren.

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