Können Online-Umfragen repräsentativ sein?

Meinungsumfragen werden in der Regel telefonisch oder online durchgeführt. Für die Aussagekraft der Ergebnisse ist entscheidend, wie viele Menschen erreicht werden können und wie viele sich tatsächlich an einer Umfrage beteiligen, wenn sie angesprochen werden. Internetanschlüsse und Festnetzanschlüsse sind in Deutschland derzeit etwa gleich weit verbreitet – bei jeweils rund 90 Prozent der Haushalte, Mobiltelefone bei sogar 95 Prozent. Die Teilnahmebereitschaft liegt bei allen Methoden im einstelligen Prozentbereich, besonders niedrig schätzen Experten sie für Telefonumfragen ein. Es gibt also sowohl bei online- als auch bei Telefonumfragen eine Gruppe von Personen, die nicht erreicht werden kann, weil sie entweder keinen Anschluss an das jeweilige Netz hat oder sich nicht an der Umfrage beteiligen möchte. Deshalb müssen für ein aussagekräftiges Ergebnis immer sehr viele Menschen angesprochen werden.

Jede Umfrage hat das Problem, dass es zu Verzerrungen kommen kann. Beispielsweise sind bei vielen digitalen Angeboten Nutzer_innen eher jünger als der Durchschnitt der Bevölkerung oder häufiger männlich. Diese und andere Verzerrungen sind aber kein Problem. Denn sie werden durch verschiedene Verfahren korrigiert: z.B. durch die Gewichtung nach soziodemografischen Daten, Wertehaltungen oder auch mithilfe der Korrelation zwischen verschiedenen Fragen.

Um die Verzerrung von Anfang an klein zu halten, haben wir Civey als Netzwerk entwickelt. Unser Umfrage-Tool ist auf über 5.000 verschiedenen Webseiten eingebunden. So erreichen wir von Beginn an eine breite Masse an ganz unterschiedlich denkenden Menschen.

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