01/2017 – Grüne Urwahl: Cem Özdemir liegt in der Gunst der Deutschen vorn

13.01.2017

Könnten alle Deutschen über den Spitzenkandidaten zur Bundestagswahl von Bündnis 90/Die Grünen abstimmen, würden sie sich für Cem Özdemir entscheiden. Mehr als jede_r Dritte hat in einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Tagesspiegels für den Parteivorsitzenden votiert.

In der Urwahl der Grünen kandidieren neben Cem Özdemir der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag Anton Hofreiter und der stellvertretende Ministerpräsident von Schleswig-Holstein Robert Habeck. Der weibliche Part des Grünen-Spitzenduos zur Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt, ist mangels Gegenkandidatin bereits gesetzt. Özdemir schneidet bei der Umfrage mit 37,2 Prozent am besten ab, gefolgt von Hofreiter mit lediglich 12,4 Prozent und knapp dahinter Habeck mit 12,0 Prozent.

Cem Özdemir liegt bei den Anhänger_innen aller Parteien vorn. Besonders die Anhänger_innen der FDP (53,7%) und der Union (51,2%) würden sich, wenn sie die Wahl hätten, für ihn entscheiden. Bei der Anhängerschaft der Grünen selbst stimmen 47,7 Prozent für Özdemir, 23,7 Prozent für Hofreiter und 16,8 Prozent für Habeck.

Mehr Mitbestimmung bei der Kandidat_innenauswahl gewünscht

„Mit der Urwahl, also einer offenen Wahl durch alle Parteimitglieder, entsprechen die Grünen dem Wunsch der Deutschen”, sagt Gerrit Richter, Geschäftsführer von Civey. In einer weiteren repräsentativen Meinungsumfrage im Auftrag der Online-Plattform wahl.de spricht sich fast jede_r Zweite (46,2%) für eine Bestimmung der Spitzenkandidat_innen für die Bundestagswahl durch alle Parteimitglieder aus. Mehr als jede_r Vierte (27,5%) wünscht sich, dass die Spitzenkandidat_innen ähnlich dem Vorbild der französischen Konservativen von allen Wahlberechtigten bestimmt werden sollen. Lediglich 16,2 Prozent wollen die Bestimmung durch einen Parteitag und nur 3,4 Prozent den üblichen Weg der Bestimmung durch die Parteispitze.

Bei der Grünen-Anhängerschaft ist der Wunsch nach der Bestimmung der Spitzenkandidat_innen durch die gesamte Parteibasis mit 59,6 Prozent am stärksten ausgeprägt. Aber auch bei allen anderen Parteien liegt das Ergebnis um die 50 Prozent. Am höchsten fällt das Votum nach den Grünen bei den SPD-Anhänger_innen aus. 58,6 Prozent wünschen sich hier eine offene Urwahl durch alle Parteimitglieder. Nur 4,1 Prozent der SPD-Wähler_innen sprechen sich für eine Bestimmung durch die Parteispitze aus. Die SPD-Parteispitze wird in den kommenden Wochen einen Spitzenkandidaten vorschlagen, der durch einen Parteitag bestätigt werden muss.

Für eine offene Wahl durch alle wahlberechtigten Bürger_innen stimmen lediglich AfD-nahe Wähler_innen mehrheitlich mit 44,9 Prozent. Diese Art der Kandidat_innenauswahl favorisieren bei den Linken-Anhänger_innen 27,7 Prozent, gefolgt von Grünen (17,0%), Union (15,9%), FDP (15,5%) und SPD (14,1%).

Bei den Umfragen durch Civey handelt es sich um laufende Befragungen. Der Tagesspiegel und Civey werten diese regelmäßig aus. Unter https://civey.com/umfragen/gruene-spitzenkandidaten/ (Grüne Spitzenkandidaten) kann weiterhin teilgenommen werden. Zum Stand der Ergebnisermittlung der repräsentativen Online-Umfrage unter allen Wahlberechtigten in Deutschland am 13.01.2017 wurden 2.519 Teilnehmer_innen berücksichtigt. Der statistische Fehler des Gesamtergebnisses beträgt 3,2 Prozent.

Unter https://civey.com/umfragen/kanzlerkandidat-urwahl-vorwahlen/ (Bestimmung der Spitzenkandidaten) kann ebenfalls weiterhin teilgenommen werden. Zum Stand der Ergebnisermittlung wurden 2.528 Teilnehmer_innen berücksichtigt. Die repräsentative Online-Umfrage unter allen Wahlberechtigten in Deutschland erfolgte mit Stand vom 13.01.2017. Der statistische Fehler beträgt 3,1 Prozent.

Für detaillierte Ergebnisse und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: presse@civey.com

Über Civey

Civey erfasst Deutschlands Meinung in Echtzeit. Dafür hat das Berliner Startup ein Online-Tool entwickelt, das jedem repräsentative Meinungsumfragen ermöglicht. Der neuartige Prozess beruht auf Non-Probability-Umfragen (Online-Umfragen mit freiwilliger Teilnahme) und wurde gemeinsam mit der Hochschule Rhein-Waal erforscht: Civey berücksichtigt nur die Antworten von registrierten Teilnehmer_innen und korrigiert Verzerrungen durch ein mehrstufiges Gewichtungsverfahren. Civey führt Umfragen unter anderem im Auftrag von Tagesspiegel, Spiegel Online, Cicero und dem Freitag durch.
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Sebastian Schmidtsdorf
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