08/2016 – Mehr als jeder Fünfte wünscht sich einen rot-rot-grünen Bundespräsidenten – Steinmeier vor Lammert

19.10.2016

Die Deutschen wollen Frank-Walter Steinmeier (SPD) oder Norbert Lammert (CDU) als neuen Bundespräsidenten. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Internet-Plattform wahl.de hervor.

Demnach wäre für mehr als jeden Fünften der derzeitige Bundesaußenminister Steinmeier (21,2%) der beste Nachfolger für Joachim Gauck. Steinmeier liegt damit knapp drei Prozentpunkte vor dem jetzigen Bundestagspräsidenten Norbert Lammert (18,7%).

wahl.de hat sieben in der Diskussion stehende Kandidaten zur Wahl gestellt. Die neben Steinmeier und Lammert vorgeschlagenen Personen liegen weiter abgeschlagen im einstelligen Bereich: Der TV-Richter Alexander Hold, nominierter Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten für die Freien Wähler kommt demnach auf 9,0 Prozent. Gefolgt von Petra Roth (CDU), ehemalige Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main, mit 6,6 Prozent, die gleich auf mit der Chefin der CSU-Landesgruppe Gerda Hasselfeldt (6,6%) liegt. 5,9 Prozent der Deutschen finden, Wolfgang Huber, parteilos und ehemaliger Ratsvorsitzender der evangelischen Kirche Deutschlands, wäre der beste kommende Bundespräsident. 5,6 Prozent halten den von der Alternative für Deutschland (AfD) nominierten Albrecht Glaser für den geeigneten Kandidaten. Mehr als ein Viertel der Befragten gab an, dass sie keinen der Genannten als ihren Favoriten sehen.

Überparteiliche Zustimmung für Steinmeier

Frank-Walter Steinmeier erhält Zuspruch aus allen Lagern. Fast die Hälfte der Anhänger der SPD (46,4%) stimmt für ihn. Die Zustimmung für Steinmeier unter den Sympathisanten der Union (17,5%), Grünen (19,5%) und der FDP (21,0%) verteilt sich ähnlich. Ebenso stimmen 19,4 Prozent der Nichtwähler für ihn. Einzig bei den Linken-Anhängern (13,9%) und denen der AfD (8,3%) schneidet Steinmeier verhältnismäßig schlecht ab.

Rot-rot-grüner Lager-Kandidat gewünscht

22,4 Prozent der Befragten wollen, dass Rot-Rot-Grün gemeinsam den neuen Bundespräsidenten vorschlägt. Damit liegt das linke Lager vor der Auswahl eines sogenannten Konsens-Kandidaten, der von Union, SPD,Grüne, FDP und Linke vorgeschlagen würde (17,5%). Einen gemeinsamen Vorschlag der großen Koalition wollen demnach 14,9 Prozent, einen gemeinsamen Kandidaten von Union, SPD, Grünen und FDP 12,5 Prozent und von Schwarz-Grün nur 11,4 Prozent.

Bei den Umfragen durch Civey handelt es sich um laufende Befragungen. wahl.de wertet diese regelmäßig aus. Unter https://civey.com/umfragen/bundespraesident-kandidaten/ kann weiterhin teilgenommen werden. Zum Stand der Ergebnisermittlung wurden 2.231 Teilnehmer berücksichtigt. Die repräsentative Online-Umfrage unter allen Wahlberechtigten in Deutschland erfolgte mit Stand vom 19.10.2016. Der statistische Fehler beträgt 4,2 Prozent.

Unter https://civey.com/umfragen/bundespraesident_lager/ kann ebenfalls weiterhin teilgenommen werden. Zum Stand der Ergebnisermittlung wurden 1.941 Teilnehmer berücksichtigt. Die repräsentative Online-Umfrage unter allen Wahlberechtigten in Deutschland erfolgte mit Stand vom 19.10.2016. Der statistische Fehler beträgt 4,5 Prozent.

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Über Civey

Civey erfasst Deutschlands Meinung in Echtzeit. Dafür hat das Berliner Startup ein Online-Tool entwickelt, das jedem repräsentative Meinungsumfragen ermöglicht. Der neuartige Prozess beruht auf Non-Probability-Umfragen (Online-Umfragen mit freiwilliger Teilnahme) und wurde gemeinsam mit der Hochschule Rhein-Waal erforscht: Civey berücksichtigt nur die Antworten von registrierten Teilnehmern und korrigiert Verzerrungen durch ein mehrstufiges Gewichtungsverfahren. Weitere Umfragen finden sich unter www.civey.com.