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Kathy Meßmer unterstützt Civey seit Beginn des Monats im Strategic Development. Wir haben sie gefragt, warum sie nach ihrer Promotion ausgerechnet in ein Startup gegangen ist und woher ihr Interesse für Bürgerumfragen in Echtzeit rührt:

 

Kathy, kannst du dich kurz in 3 Wörtern vorstellen?

Wissenschaftlerin. Polit-Nerd. Neugierig.

Und ein bisschen genauer?

Ich bin frisch promovierte Diplom-Soziologin. Die letzten drei Jahre war ich also hauptberuflich mit meiner Dissertation über kosmetische Chirurgie beschäftigt. Davor habe ich einige Jahre unter anderem in der Bundespolitik gearbeitet und anschließend meine Erfahrungen und mein politisches Wissen in wissenschaftliche Forschungsprojekte und einen Dokumentarfilm für die ARD eingebracht. Wissenschaftlerin und Polit-Nerd beschreibt mich deswegen ganz gut. 🙂

Mein politischer Fokus in den letzten Jahren lag insbesondere auf Aktivismus und der Frage, wie Menschen jenseits politischer Parteien Einfluss nehmen können. Der #Aufschrei, den ich mit-initiiert habe, ist dafür 2013 mit dem Grimme-Online-Award ausgezeichnet worden.

Warum dann der Weg in ein Startup?

Gute Frage! Ein wichtiger Punkt für meine Entscheidung war, dass ich weiterhin an der Schnittstelle von Wissenschaft und Politik arbeiten wollte. Die ‚klassischen‘ Institutionen sind mir aber zu festgefahren. Da ich nach Abgabe meiner Diss einige gute Angebote auf dem Tisch hatte, ist mir die Entscheidung aber auch nicht ganz leicht gefallen. Doch ich hatte Lust, etwas Neues auszuprobieren und wollte einen Job, der mir Raum zum Denken gibt und gleichzeitig auch die Möglichkeit, etwas aufzubauen und mitzugestalten. Aufgrund meiner bisherigen Berufserfahrung weiß ich, dass mir zu strenge Vorgaben nicht besonders liegen. Von Civey verspreche ich mir vor allem viel wissenschaftliche Kreativität.

Zum Abschluss: Kathy in Grafiken?

infografik_kathy-interview

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