Christopher (oder auch Chris, ein Spitzname, den seine Kolleg_innen ihm verpasst haben) verstärkt seit Mitte März das Civey-Team. Als Research Executive besteht seine Hauptaufgabe darin, gemeinsam mit Lukas geeignete Themen für unsere Umfragen zu recherchieren und diese korrekt auszuformulieren. Chris kommt ursprünglich aus Niedersachsen, hat aber auch lange in Konstanz gelebt und in Tübingen Politikwissenschaft, VWL und Rhetorik auf Magister studiert und in Politikwissenschaft auch promoviert. Nach Berlin ist er gekommen, weil er nach neun Jahren in Süddeutschland einen Tapetenwechsel brauchte und Berlin für Politologen „das spannendere Pflaster“ ist.

Du hast einen Doktor in Politikwissenschaft. Hättest du gedacht, dass du mal Meinungsforschung machst?

Wenn man Politikwissenschaft studiert, ist Meinungsforscher natürlich einer der Berufe, die näher liegen als andere. In meinem Studium und in der Doktorarbeit (mit einem Titel der so sperrig ist, das ihn wohl kaum jemand verstehen würde, aber es ging im Kern um die soziale Absicherung von atypisch Beschäftigten im OECD-Vergleich) habe ich mich allerdings nie als Schwerpunkt mit Meinungsforschung beschäftigt. Zur Meinungsforschung bin ich dadurch gekommen, dass ich in der Doktorarbeit viel mit quantitativen Methoden gearbeitet habe, die ich jetzt für den Job brauche.

Worin besteht dein Aufgabenbereich bei Civey?

Hauptsächlich denke ich mir Fragen aus. Es kommt vor, dass Partner und Kunden gezielt Vorschläge für Fragen einreichen. Dann berate ich sie, wie man die Fragen ausformulieren sollte, um die besten Ergebnisse zu erzielen. Am meisten Spaß macht es mir, mir im Team Themenkomplexe für unsere Datenbank zu überlegen, zu denen wir dann Fragen erstellen. Beispiele für solche Themenkomplexe wären u.a. Energiewende, Bio-Barometer usw. Das Ziel ist immer, die Meinung der Menschen in Deutschland zu diesen Themen möglichst umfassend zu beschreiben. Das Schöne dabei ist, dass wir versuchen, einfach alle Bereiche des Lebens abzudecken – von Politik über Wirtschaft bis hin zu Gesellschaft und Lifestyle. Und das nicht nur einmal, sondern als Langzeittrend.

Was wünschst du dir für die Zukunft im Unternehmen?

Dass unser Fundus an Fragen einfach noch viel größer wird und wir so viele Fragen wie möglich zu den Einstellungen in Deutschland beantworten können. Mein Ideal wäre, die deutsche Gesellschaft so umfassend wie möglich verstehen und erklären zu können. Woran glauben die Menschen? Was für Werte haben sie? Was ist ihnen wichtig, was nicht? Und warum? Wo finden Veränderungen statt?

Und was machst du so in deiner Freizeit?

Ich versuche, halbwegs regelmäßig zum Sport zu kommen und koche gern exotische Rezepte. Außerdem züchte ich eine Sauerteigkultur, die so gut wächst, dass ich mit Backen nicht nachkomme. Ansonsten bin ich ein Nachrichten-Nerd. Ich beschäftige mich auf Arbeit täglich damit und wenn ich Feierabend habe, dann beschäftige ich mich weiter damit. Nerd eben.

Zuguterletzt: Chris in Zahlen

Research Executive Chris