janina Janina ist Mitgründerin von Civey und leitet das Business Operations Team. 2016 war äußert spannend und ereignisreich für unser junges Meinungsforschungs-Startup. Civey ist mit einem ersten Umfrage-Widget für repräsentative Meinungsforschung online gegangen.
Welche Herausforderungen es zu meistern galt, was das größte Highlight war und wie es 2017 weitergeht, erfahrt ihr im Interview.

Was war die größte Herausforderung von Civey im letzten Jahr?

In den ersten Monaten eines Unternehmens ist sicherlich jeder Tag eine Herausforderung. Wenn man auf 2016 schaut, gab es drei Schritte, die besonders wichtig waren für uns. Anfang des Jahres haben wir unsere Forschungsarbeiten abgeschlossen und die Finanzierungszusage der Investitionsbank Berlin erhalten. Damit konnten wir planen und unser Team von anfangs fünf Mitarbeiter_innen auf knapp über 20 aufstocken. Dann fing die spannende Zeit der ersten Monate der Produktentwicklung an. Im August sind wir dann tatsächlich gelauncht. 

Im August ist Civey in die Beta-Phase gestartet und hat die ersten Umfragen online gestellt. Wie viele Nutzer_innen haben sich seitdem angemeldet?

Wir haben heute schon ein Panel von mehr als 40.000 Nutzer_innen. Die Mehrheit unter ihnen nimmt regelmäßig an Umfragen teil, was natürlich super ist.

Inzwischen konnte Civey auch die Welt und Spiegel Online als Medienpublisher gewinnen. Hättest du gedacht, dass es so schnell vorangeht?

Nein, die Geschwindigkeit, mit der wir uns am Markt entwickeln können, ist schon etwas Besonderes. Wir freuen uns vor allem über das Vertrauen, das uns die Redaktionen entgegenbringen. Im August hat der Tagesspiegel aus Berlin als allererste Zeitung Umfragen mit Civey gestartet. Damals kannte uns noch niemand. Dass jetzt auch überregionale große Medien mit uns schon in der Beta-Phase zusammenarbeiten wollen, freut uns sehr.

Wie erklärst du dir den Erfolg von Civey?

Ich glaube, wir haben einfach ein tolles Produkt entwickelt. Bevor wir online gegangen sind, sind uns einige noch mit Skepsis begegnet, weil sie nicht glauben konnten, dass Menschen sich an Abstimmungen beteiligen, ohne finanziell entschädigt zu werden. Dass wir zum ersten Mal Zugang zu repräsentativen Ergebnissen und damit mehr Transparenz über die Meinungen in der Gesellschaft liefern, schien zu abstrakt.

Und dann trägt unser unglaublich gutes Team dazu bei, dass wir quasi wöchentlich neue Erfolge feiern können. Für mich ist eines der schönsten Dinge an unserer Firma, dass wir gemeinsam so schnell lernen und wachsen.

Was war 2016 dein persönliches Highlight bei Civey?

Besonders stolz waren wir, als die ersten Redaktionen unsere Umfragen eingebettet haben. Dass wir im September dann gleich die zweitbeste Wahlprognose zur Abgeordnetenhauswahl liefern konnten, war auf der wissenschaftlichen Seite ein toller Beweis für unseren Erfolg.

Was ist für das nächste Jahr geplant?

Das Superwahljahr 2017 wird für uns ein besonderes werden. Das Interesse für Politik und Gesellschaft ist schon heute erwartungsgemäß hoch. Das bietet uns viele Möglichkeiten. Mit einem unserer Partner werden wir die Landtagswahlen in Nordrhein-Westfalen begleiten. Aber auch andere Kooperationen, nicht nur zur Bundestagswahl im September, sind geplant.

Und auch auf der Produktseite wird natürlich viel passieren. Für unsere Nutzer_innen entwickeln wir unsere Web App weiter. Auch das Analytics Dashboard, in dem tiefergehende Analysen gekauft werden können, werden wir entwickeln.

Darüber hinaus werden wir mal auf Tuchfühlung in andere Länder gehen. Wir haben einige Kontakte in den USA und werden an Konferenzen vor Ort teilnehmen.

Was wünschst du dir für 2017?

Ich wünsche mir, dass das Jahr mindestens genauso aufregend, lehrreich und wunderbar wird wie 2016. Aber daran habe ich auch keine Zweifel. 🙂